Das Minetti-Haus wurde erstmal im 16. Jahrhundert erwähnt, genauer im Jahre 1510. Die nächste Notierung, fast um 100 Jahre jünger, spricht über dem Brand im Jahre 1604, der den Bau ganz vernichtet hatte, jedoch nach dem Jahre 1629 wurde das Bauwerk neu aufgebaut. Im Verlauf des Jahres 1678 hat das Haus Nr.474 der in Mailand gebürtige Franz Minetti de Fortuna gekauft, der damals auch das Nachbarhaus Nr. 475 „Am scharfen Eck“ besessen hat. Das Haus hat einst dem bedeutenden Geschlecht der Junker gehört und im Jahre 1459 hat in dem Hause während seiner ersten Aufenthalt in Cheb der tschechische König Georg von Podiebrad gewohnt. Weil die Häuser einem Besitzer gehört haben, wurden sie verbunden, zusammen in Bücher erfasst und bezeichnet als Oberes und Unteres bis zum Jahr 1751, als sie wieder getrennt wurden.

Das Geschlecht der italienischen Zuwanderer Minetti hat sich für ewig in die Geschichte der Stadt eingeschrieben. Franz Minetti wurde seit dem Jahr 1672 Mitglied des Stadtrats, zur Lebenszeit seines Sohns Georg Andreas wurde in seinem Hause in Jahren 1703-1711 bedeutender Serbischer Revolutionär Herzog Jiri Brankovic lebenslang interniert. Er hat den serbischen nationalen Befreiungskampf gegen Türken geführt und später sich um die Entstehung des selbstständigen serbischen Staates bemüht. Er ist an dem Friedhof in Hl.Kreuz bestattet. Selbst sein Aufseher Georg Andreas Minetti erwähnt Brankovic’s Aufenthalt in Cheb in seiner Chronik (1715), die ein Versuch um die Verfassung der Weltgeschichte mit Hinsicht auf die Geschichte der Stadt Eger darstellt. Die Korrespondenz der Familie Minetti mit einem Siegel versieht, das die Wappenform verrät, finden Interessenten im Bezirksarchiv in Cheb.

Seit je ist das Dach des Hauses Nr. 474, in dem sich die Geschichte gebildet hat, gastfreundlich. Sein ehemaliger Besitzer hat die Glücksgöttin zum Prädikat genommen und Ihr Besuch im Restaurant Fortuna beweist Ihre glückliche Zeit.

V SOULADU S NAŘÍZENÍM VLÁDY JSOU OD PONDĚLÍ 25.5. OTEVŘENY I VNITŘNÍ PROSTORY RESTAURACE.